Max Beckmann (1884 Leipzig ‒ 1950 New York), Stilleben mit Paletten, 1944, Öl auf Leinwand, 55,5 x 95 cm

Die ganze Palette Werke aus der
Hilti Art Foundation

Nach einem länger als einjährigen Angebot von Sonderausstellungen präsentiert sich die Hilti Art Foundation wieder mit einer Auswahl von Kunstwerken exklusiv aus der eigenen Sammlung. Mit 40 Werken, von denen 24 erstmals im Rahmen einer Ausstellung der Hilti Art Foundation öffentlich zu sehen sind, offeriert «Die ganze Palette» einen repräsentativen Einblick in den aktuellen Stand der Sammlung. Gezeigt werden die schönsten Werke der Malerei, zu denen bekannte Bilder von Pablo Picasso, Max Beckmann, Ferdinand Hodler, Piet Mondrian oder Karl Schmidt-Rottluff gehören, aber ebenso erstklassige Neuerwerbungen von Edvard Munch, Sophie Taeuber-Arp, Max Ernst, Verena Loewensberg, Gerhard Richter oder Callum Innes. Zudem werden neue Werke der Collage, der Plastik, der Fotografie und der Grafik zu sehen sein, etwa von Henri Matisse, Jean Tinguely, Frank Thiel oder Carol Wyss. Auf drei Etagen offeriert «Die ganze Palette» nicht nur eine überraschende Vielfalt an Gattungen und Stilen, sondern auch an Motiven, Materialien und Farben.

«Die Begegnung mit Werken der Kunst bewirkt im Menschen bestenfalls einen sinnlichen und geistigen Aufschwung, also eine Verwandlung. Diese Verwandlung bei den Besucherinnen und Besuchern der Ausstellungen der Hilti Art Foundation hervorzurufen, ist stets mein Ziel und Wunsch als Kurator der Ausstellungen gewesen. Der Wunsch erfüllt sich freilich nicht ohne die Bereitschaft der Menschen, sich auf eine offene Begegnung mit Werken der Kunst ein- und somit die Verwandlung zuzulassen,» so der Kurator der Ausstellung, Uwe Wieczorek. «Die ganze Palette» ist zugleich Wieczoreks letzte Ausstellung in der Hilti Art Foundation, für die er mehr als 20 Jahre als Kurator tätig war und deren Sammlung er kontinuierlich auf- und ausgebaut hat.

Im Untergeschoss wird exemplarisch die künstlerische Darstellung des Menschen vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zum 20. Jahrhundert veranschaulicht. Der Raum präsentiert eindrucksvolle Werke von Künstlern wie Edvard Munch, Medardo Rosso, Pablo Picasso, Karl Schmidt-Rottluff, Germaine Richier und Max Beckmann. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die physische und psychische Existenz des Menschen in einer durch Wissenschaft, Industrie, Technik oder auch durch Krieg sich ständig verändernden Welt in ein «Bild» übersetzt werden kann.

Das erste Obergeschoss ist dem Reichtum der konstruktiven und konkreten Kunst des 20. Jahrhunderts gewidmet und veranschaulicht exemplarisch die Entwicklung der europäischen Abstraktion, ausgehend von Pionieren wie Hans Arp, Sophie Taeuber oder Piet Mondrian. Mondrians «klassische» Gemälde haben sich kontinuierlich aus der Abstraktion natürlicher Formen entwickelt. Sie zeugen von einem feinen Sinn für kompositorische Balance und verdichten sich in ihrer Reduktion der Farbpalette und der Strenge des horizontal-vertikalen Liniengefüges zu Gleichnissen einer universellen Ordnung. Ordnung und Raster als Ausdrucksformen des menschlichen Geistes bestimmen auch die Werke anderer Künstler, darunter Frank Thiel oder Gerhard Richter, die sich jedoch durch ihr individuelles Verhältnis zu Regel und Zufall unterscheiden.

Die Rätselhaftigkeit der Entstehung und Erscheinung künstlerischer Formen – einer Linie, einer Kontur, eines Umrisses oder eines plastischen Körpers – bestimmt das «Bild» des dritten Obergeschosses. Helle Linien erscheinen bei Callum Innes wie aufsteigende Feuerwerkskörper. Ins Plastische wandelt sich die Darstellung von Formen bei Yves Tanguy und Alexander Calder – noch von unbestimmter Identität, doch erkennbar körperlich - und bei Ferdinand Hodler schliesslich als natürliche Menschengestalt vor Augen tretend. Bei Alberto Giacometti indessen wird deutlich, wie sich das körperlich Sichtbare dem künstlerischen Zugriff infolge seiner unergründlichen Komplexität wieder entzieht.

 

Uwe Wieczorek, Kurator der Hilti Art Foundation

 

Besucherheft der Ausstellung (PDF)

Ausstellung

Hilti Art Foundation
im Kunstmuseum Liechtenstein
Städtle 32, Postfach 370
9490 Vaduz, Liechtenstein
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T +423 235 03 00
F +423 235 03 29
mail@kunstmuseum.li
www.kunstmuseum.li

Öffnungszeiten

Di-So: 10-17 Uhr
Do: 10-20 Uhr
Feiertage
Führungen


Eintrittspreise

Kinder/Jugendliche bis
16 Jahre: gratis
Regulär: CHF 15.–
Ermässigt: CHF 10.–
FREI am Mittwoch

Sammlung/Leihanfragen

Hilti Art Foundation
Dr. Karin Schick, Direktorin
Feldkircherstrasse 100
9494 Schaan
Fürstentum Liechtenstein
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Medien

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Pressedossier

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Feldkircherstrasse 100
9494 Schaan
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© Callum Innes
© Succession H. Matisse / 2023, ProLitteris, Zurich für das Werk von Henri Matisse 

© Succession Picasso / 2023, ProLitteris, Zurich für die Werke von Pablo Picasso 

© 2023, ProLitteris, Zurich für die Werke von Hans Arp, Keith Sonnier, Sophie Taeuber-Arp, Jean Tinguely

© Carol Wyss

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Design, Konzept und Projektleitung Corporate Identity 
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Texte
Uwe Wieczorek
Morger + Dettli Architekten AG

Fotografie
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Barbara Bühler
Anne Gabriel-Jürgens
Valentin Jeck
Heinz Preute
Roland Tännler

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